Säulentheater am Dom

Das Säulentheater startet in seine dritte Saison mit dem Stück "Herrgott noamol". Bis Ende September sollen die Aufführungen in wechselnder Besetzung in zweiwöchigem Turnus stattfinden, Beginn ist immer samstags um 11 Uhr.

Theater auf den Treppenstufen

ST. BLASIEN. Nicht mehr wegzudenken aus den sommerlichen Aktivitäten rund um den Dom ist das Säulentheater, das in seine dritte Saison startet. Traditionell findet die erste Aufführung im Rahmen des Musikfrühlings statt. "Herrgott noamol" lautet der Titel des aktuellen Stückes.
 "Wir sind eine kleine Gruppe von Laiendarstellern aus der großen Gruppe vergangener Domfestspiele und wir nennen uns das Säulentheater, weil wir zwischen den Säulen des unseres herrlichen Kuppelbaus auftreten" – mit diesen Worten stellt sich die Theatertruppe den Zuschauern vor. 14 Laiendarsteller haben sich dieses Jahr zusammengefunden, um den Zuschauern – wie in den vergangenen Jahren auch – eine Momentaufnahme aus dem Leben der Menschen mit und um das St. Blasier Kloster nahe zu bringen. Im Mittelpunkt des Stückes "Herrgott noamol", das um 1776 spielt, steht Pater Marquard Herrgott. Eine höchst umstrittene Persönlichkeit, wie sich herausstellt. Die Patres Maximilian und Eusebius, vielen Zuschauern aus den letzten beiden Jahren bekannt, loben Pater Herrgott in den höchsten Tönen und stellen seine Leistungen heraus. "Selbst Kaiser Karl brauchte die Hilfe Pater Marquarts", hebt Pater Eusebius hervor. Die Bauern auf dem Wald aber hatten unter Pater Herrgott zu leiden, wie der Bauer Friedle und seine Tante Maria darlegen. Zwischen den Bauern und den Patres entbrennt ein heftiges Streitgespräch. Mit von der Partie ist auch wieder die vorlaute Magd Kreszenzia, die das Gehörte auf ihre ganz eigene Weise kommentiert. 

Entstanden ist "Herrgott moamol" in bewährter Zusammenarbeit des Bernauer Hobby-Historikers Lothar Lüber und Regisseur Rudi Bauer. Lüber hat das Thema ausgewählt und Infomaterial zusammengestellt, der Text des Schauspiels stammt aus der Feder Rudi Bauers. Die Darsteller hoffen auf regen Besuch ihrer Aufführungen. Auf ihrer Bühne kommen die Akteure mit wenigen Requisiten und Kostümen, die zum Teil aus dem Fundus der Domfestspiele stammen, aus.

Bis Ende September sollen die Aufführungen in wechselnder Besetzung in zweiwöchigem Turnus stattfinden, Beginn ist immer samstags um 11 Uhr.