Geschichte Dom & Kloster

Erfahren Sie hier alle spannenden Details zur Geschichte des Doms und des Klosters welche auf das Engste mit der Stadt verknüpft ist.

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Die Eckdaten des Doms zu St. Blasien

Die gewaltige Kuppel des Doms hat einen Durchmesser von 36 m und bis zum goldenen Kreuz auf dem Kuppelscheitel eine Höhe von 62 m. Die Innenhöhe der Kuppel beträgt 36 m. Die zwei vorgesetzten, quadratischen Glockentürme haben eine Breite von 12 m und eine Höhe von 30 m.
Das beeindruckende Geläut des Doms ist übrigens auf der Internetpräsenz der Dompfarrei St. Blasius zu hören.

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Am 27. Mai 1977...

...wütet wieder ein Großbrand über der Klosteranlage. Weite Teile des West- und Südflügels werden zerstört. Das Feuer kann aber an der Trennwand Kloster zum Mönchschor (Orgel) gestoppt werden und durch den mutigen Einsatz der Feuerwehr der Dom gerettet werden.
1981 ist der Beginn einer umfassenden Kirchenrenovierung und der Dom wird am 11. September 1983 geweiht.

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Am 7. Februar 1874...

...bricht in der Spinnerei ein Brand aus. Die Kuppel stürzt ein und Innenausstattung wird vom Feuer zerstört. Die Außenkuppel wird wieder aufgerichtet und im Chor entsteht ein neues Gotteshaus für die Gemeinde. 1910 wird mit dem Einbau der Innenkuppel begonnen und 1913 wird die neuerrichtete Kirche geweiht.
Nach dem zweiten Weltkrieg ist der Dom zu St. Blasien ohne Geläut, die Glocken wurden beschlagnahmt. Nach Bemühungen des Stadtpfarrers Wilhelm Schuh wurden 1951 in Heidelberg fünf neue Glocken gegossen, 1961 folgten vier weiter Glocken.

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Grausam wirkten die neuen Landesherren

...im leeren Kloster und Kirche. Vieles wurde abtransportiert, auf andere Kirchen verteilt oder brutal zerschlagen. Die Silbermann-Orgel kommt in die Stephanskirche nach Karlsruhe, die Buntglasfenster werden ausgebaut und in das großherzogliche Schloss Langenstein am Bodensee transportiert und später versteigert.
Auf Veranlassung der Regierung ziehen Industriebetriebe ein. Waffen und Maschinen werden produziert, später zieht eine Baumwollspinnerei ein.

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Unter dem letzten Klostervorsteher

...Fürstabt Berthold Rottler zogen die Mönche, bedingt durch die Auflösung der Klöster nach Österreich, wo ihnen Kaiser Franz I. zunächst das Kloster Spital am Phryn und 1809 das Stift St. Paul im Lavanttal überließ. Einen großen Teil des Klosterarchivs, der Bibliothek, der Kunstsammlungen und des Kirchenschatzes hatten die Mönche rechtzeitig in der Schweiz in Sicherheit gebracht. Auch die Gebeine der Habsburger, die Fürstabt Martin Gerbert 1770 aus der Schweiz nach St. Blasien überführen ließ, ruhen heute in der Stiftskirche von St. Paul.

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Der Dom entstand...

...nach einem Brand am 23. Juli 1768, der Kloster und die damalige zweitürmige und barocke Klosterkirche in Schutt und Asche legte. Das Kloster wurde weitgehend in alter Form wieder wiederhergestellt, der damalige Fürstabt Martin Gerbert (1720-1793) jedoch verzichtet auf den Aufbau der Barockkirche und bevorzugte stattdessen eine Kuppelkirche. In einer sensationell kurzen Bauzeit von nur 11 Jahren wurde die Kirche fertiggestellt und am 21. September 1783 geweiht.

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Im Jahre 858...

...wurde erstmals ein Benediktinerkloster im heutigen St. Blasien erwähnt (Kloster St. Blasien). Das Kloster war ab dem späten Mittelalter eines der wichtigsten im Schwarzwald, bis es 1806 säkularisiert wurde. Die letzten Mönche übersiedelten (auf Umwegen) zum Stift St. Paul im Lavanttal in Kärnten. Danach wurde in den Klostergebäuden eine der ersten Maschinenfabriken Deutschlands (Spinnereimaschinen) aufgebaut. Seit 1934 ist das renommierte jesuitische Kolleg St. Blasien mit Internat im Kloster untergebracht.